Biologisch artgerechtes rohes Futter

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Frischfleischtheke Hunde- und Katzenparadies, Frankfurt

Mein Hund Tara lebt gesund, sie bekommt echtes Fleisch. BARF heißt das heutzutage und ist für mich eine absolut artgerechte Hundeernährung, da in Fertigfutter nur Abfälle, Krallen und Klauen landen – von Aromen, Geschmacksverstärkern und Farbstoffen ganz abgesehen. (Dazu kann ich Euch das Buch „Katzen würden Mäuse kaufen“ nur ans Herz legen!)

Der Begriff BARF stand zunächst für Born-Again Raw Feeders, später für Bones And Raw Foods und wurde in Deutschland zu Biologisch Artgerechtes Rohes Futter. Nettes Wortspiel, da BARF im Umgangsenglisch auch Erbrechen bedeutet. Die Tierärzte wettern dagegen und sprechen von Mangelernährung, vermutlich, weil sie alle Industriefutter verkaufen als kleinen Nebenverdienst. Für mich macht echtes gutes Fleisch einfach mehr Sinn, als kleingehäckselte Abfälle. Eine normale Hundefutterdose beinhaltet nur 4% Fleisch und tierische Nebenprodukte (Federn, Schnäbel usw.). Das kann nicht gut sein…

In Fertigfutter ist mir auch zu viel Getreide als Füllstoff und Getreide kommt in der ursprünglichen Hundernährung in freier Wildbahn gar nicht vor. Warum soll ich es also jetzt füttern?

Dem Argument: „Mein Hund frisst das Dosenfutter aber doch so gerne“ kann ich immer nur entgegnen, dass Kinder auch so gerne Schokolade essen und man sie nicht davon ernährt. Aromen und Lockstoffe machen den Industriemüll vermeintlich lecker und die Werbung suggeriert tolle Inhalte und verspricht gesunde Hunde. Aber es glaubt ja auch niemand, dass eine Milchkuh jemals eine Weide gesehen hat, oder? Na also.

Manche schrecken vor der Rohfütterung zurück, weil sie glauben, das nicht organisieren zu können und sich von den Gurus mit ihren dogmatischen Futterplänen verunsichern lassen. Ich halte das für Quatsch, denn es kommt nicht darauf an, wie viel Gramm von was pro Tag im Magen landet, sondern auf einen längeren Zeitraum gesehen. Da ich einen kleinen Hund habe, gibt es eben 3 Tage hintereinander Huhn, wenn ich es frisch hatte und mal nicht einfriere.

Wir haben in Frankfurt einen Hundeladen mit Frischfleischtheke mittwochs. 6-8 Sorten Fleisch plus Hälse, Herzen, Knochen. Das Fleisch kann man sich grammgenau abwiegen lassen, wird einzeln verpackt. Ich nehme immer 10 x 100 g und zwei handvoll Hälse, dafür zahle ich 4,50 Euro. http://www.katzen-hundeparadies.de/

Ansonsten kaufe ich Fleisch beim Metzger, schneide es klein und friere es ein. Dazu gibt es cdVet Micro-Mineral, etwas Öl und 1 Wachtelei. Für Obst und Gemüse sorge ich durch Babygläschen. Die haben Bioqualität und sparen mir die Arbeit, selbst zu pürieren.
(Bei einem so kleinen Hund ist das finanziell kein Problem. Drei Doggen kann man so natürlich nicht ernähren). Schweinefleisch verwende ich bis heute nicht, obwohl es seit 2001 keine Fälle von Erkrankungen durch den Aujeszkyschen Virus mehr gab. Ich habe früher einfach zu viele Tiere daran sterben sehen.

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Einkauf für den kleinen Hund: Rinderniere, Rinderlunge, Rinderherz, Hühnerherzen

Ich bin kein dogmatischer Verfechter der Rohfütterung, aber selbst sehr zufrieden damit. Tara ist allergisch gegen irgendeinen Zusatzstoff in Industriefutter, ihre Augen tränen dann sofort extrem. Mir persönlich bleibt also gar keine andere Wahl, als Frischfleisch zu geben. Und ich kann nur berichten, dass diese Art der Fütterung auch nicht mehr Arbeit macht, als eine Dose zu öffnen. Wenn Tara einen ganzen Hühnerflügel komplett verspeist (Achtung: Huhn nur roh füttern, gekochte Hühnerknochen splittern und sind sehr gefährlich für den Hund!) oder einen Fleischknochen abnagt, gibt mir das ein gutes Gefühl. Ich halte das für hundegerecht und richtig.

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Im Urlaub oder wenn ich mal wieder vergessen habe, Fleisch aufzutauen und kein frisches kaufen kann, bekommt Tara auch Dosenfutter (von Terra Canis) oder Trockenfutter (von Belcando). Wobei ich neulich auch BARF-Dosen entdeckt habe, die werde ich mir demnächst mal ansehen. Auch da mache ich mich nicht verrückt, manchmal geht es eben nicht anders und ich esse ja auch manchmal Fastfood.

Für Menschen, die ihre Hunde vegetarisch ernähren, habe ich übrigens gar kein Verständnis…

Update September 2016

Seit ich weiß, dass Tara Krebs hat, nehme ich es nun doch etwas genauer mit den Mengen und Prozenten und Zutaten. Ich habe mir einen Ernährungsplan von einer Ernährungsberaterin, die auch Tierheilpraktikerin ist, erstellen lassen und achte nun viel genauer auf alles. Ich kann diesen Plan nicht einstellen, aber es gibt Gemüse wie Brokkoli und Obst wie Himbeeren, die ich nur bevorzugt verwende. Fisch ist neu im Speiseplan, Seealgenpulver, Blut und ein hochwertiges Öl.

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