Tipp: King Creole

king creole

Foto: King Creole

Die bis ins Detail liebevolle und warme Einrichtung bringt New Orleans nach Frankfurt, man befindet sich direkt in einer anderen Welt, die einem trotzdem seltsam vertraut vorkommt. Dezente, passende Hintergrundmusik (und manchmal Live-Bands) untermalen das Ambiente. Der freundliche und aufmerksame Service, der nie stört, sondern immer den passenden Moment wählt, kennt die Karte und kann alles erklären, denn wer erstmalig hier ist, wird sich wundern.

Scharf ist es, pikant, raffiniert, mit viel Paprika und Cayenne. Ingwer, Koriander und Maniok sind häufige Bestanteile. Süßkartoffeln kannte ich bis zu meinem ersten Besuch nicht als Beilage, heute sind sie aus meiner eigenen Küche nicht mehr wegzudenken. Cajun Food, von französisch stämmigen Einwanderern nach Louisiana gebracht, ist eine bodenstämmige Küche, eng verwandt mit der kreolischen, die ihren Schwerpunkt in New Orleans entwickelte. Dort hat jeder Pub sein eigenes, sehr geheimes Gumbo-Rezept, das gehütet und in den Wettbewerben präsentiert wird. Jambayalas und Gumbos, die klassischen Eintöpfe, sind typisches Soul-Food, das die Herzen erwärmt. Auch in der Schärfe liegen Nuancen, eine große Kunst, die Koch und Inhaber Werner Berringer in sein King Creole übertragen hat.

Viel zur Speisekarte des King Creole kann ich gar nicht sagen, denn ich habe meine Lieblingsgerichte gefunden und esse selten etwas anderes als Cajun-Popcorn als Vorspeise (gebackene Shrimps mit pikanter Sauce) und die gemischte Seafoodplatte für zwei. Ein Traum! Jeder Fisch, jede Muschel, jede Taschenkrebsschere ist anders zubereitet und wird mit einer genau passenden Würze und Sauce serviert. Aber es soll hier auch Nudeln und Salate geben, habe ich gehört. Und Chicken und Lamm – im Sommer direkt vom Außengrill auf den Tisch.

Ein Tipp von mir ist, sich keinesfalls das Dessert entgehen zu lassen, denn die Chefin ist Konditormeisterin. Der Cheesecake! Der Überraschungsdesserteller!! Es würde sich auch lohnen, einfach nur zum Nachtisch das King Creole zu besuchen… Und mein zweiter Tipp ist, einen Rum zu probieren. Werner Berringer hat über 30 Sorten da und empfiehlt garantiert den richtigen.

Das King Creole in Frankfurt Eckenheim kenne und liebe ich seit 15, ach, fast 20 Jahren. Zu Studentenzeiten war ich nur einmal im Jahr da, denn so ganz günstig ist es nicht, ich musste darauf sparen. Später ergaben sich einige berufliche Möglichkeiten zur Zusammenarbeit und bis heute ist das Restaurant meine erste Wahl, wenn ich einem Freund oder Geschäftspartner etwas Besonderes zeigen möchte.

Kommen wir auf den Hund: Er ist hier schlicht und einfach genauso herzlich willkommen, wie der Besitzer. Das Restaurant bietet viel Platz und durch die Bänke in den Außenreihen Versteckmöglichkeiten und Ruhe für den Hund. Tara rollt sich zusammen und schläft ein. Eine Schüssel Wasser für den Liebling wird grundsätzlich vor dem Getränk für den Gast gereicht. So soll es sein. Ich muss zugeben, dass Prinzessin Tara im King Creole eine normal nicht übliche Sonderbehandlung erfährt, denn sie bekommt auch immer eine Schüssel mit frischem rohen Fleisch.

Ich freue mich jetzt schon auf den Herbst, wenn ich wieder die beste Kürbissuppe Frankfurts, ach, der Welt, dort genießen kann.

werner

Werner Berringer mit Tara

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s