Ich möchte nicht mehr ohne diese 6 Dinge arbeiten

Ich stehe jeden Tag in meiner winzig kleinen Fachwerkhaus-Küche und an durchschnittlich fünf Abenden in der Woche bringe ich ein warmes Essen auf den Tisch, was in den meisten Fällen sogar ziemlich lecker ist. Naja, bis auf ein paar wenige Ausnahmen.

kuechentipps

Unvergessen sind mir diese Nudeln mit Basilikum-Knoblauch-Sauce nach Jamie Oliver. Sie mussten tatsächlich nach dem ersten Bissen entsorgt werden. Jamie und ich haben irgendwie andere Vorlieben, was die Dosierung von Knoblauch betrifft.

Warum ich es mir aber an einem Ort, an dem ich wirklich gerne und vor allem oft bin, viele Jahre lang selbst so schwer gemacht habe, weiß ich manchmal selbst nicht. Heute stelle ich meine Küchenlieblinge vor, die ich mir eigentlich viel zu spät nach jahrelanger Quälerei erst zugelegt habe und mich frage, warum ich das nicht früher gemacht habe. Es sind die Dinge, die ich wirklich jeden Tag benutze.

Top Platz 6

Herd mit Ceranfeld. Er lässt sich einfach viel besser sauber machen als der mit Kochplatten und ist auch wirklich einen Schritt schneller. Was hab‘ ich früher an eingebrannten Essenresten rumgekratzt und sie nie wirklich wegbekommen. Heute geht das ruckzuck mit einem feuchten Läppchen. Man kann die Töpfe und Pfannen einfach hin- und her schieben und damit ganz schnell die Hitze regulieren. Ach, er ist einfach  wunderbar. Vermutlich hat jeder außer mir bereits so ein Teilchen und ich schwärme ca. 20 Jahre zu spät (wie bei dem Flachbildfernseher neulich), aber bei mir dauert die Erkenntnis bekanntlich manchmal etwas länger.

Top Platz 5

Mein Schneidebrett von Tischkultur in Karben. Es ist wunderschön und hat seinen festen Platz auf meiner Arbeitsfläche. Naja, eigentlich IST es meine Arbeitsfläche, denn größer ist die Küche nicht. Drunter liegt eine Anti-Rutsch-Matte, damit es bombenfest steht, das funktioniert besser, als ein feuchtes Tuch. Man kann darauf auch anrichten, denn es macht sich gut auf dem Esstisch. Das Zwiebelkörbchen auf dem Foto ist übrigens auch von dort, denn neben alle praktischen Dingen, brauche ich auch schöne Sachen in der Küche.

Top Platz 4

Das Rosenthal-Geschirr aus den 50er Jahren. Mein Mann ist auch begeistert, wenn ich darin eindecke, denn er weiß dann sofort, dass ihm die Spülerei erspart bleibt. Dieses Geschirr fasst mir kein kluger Mensch an der ahnt, was ich mit ihm mache, wenn ausgerechnet die einzige Sauciere zu Bruch geht, die ich bisher nur einmal in meinem Leben gesehen und sofort gekauft habe.

Top Platz 3

Sollte man nicht glauben – aber mein Vakuumiergrät. Nicht nur das Fleisch für den Hund wird darin portionsweise verschlossen, auch an gebrochenes Stück Parmesan hält sich eingeschweißt sich viel länger. Und alles ist hübsch und ordentlich. Kommt mir jetzt bitte nicht mit Plastik und der Umwelt. Man muss auch mal praktisch denken. Und ehrlich sein dürfen.

Top Platz 2

Gute Pfannen. Ich besitze eine beschichtete Pfanne von Tefal und eine Edelstahl-Pfanne von All-Clad (die – Ihr ahnt es schon – niemand anfassen darf) und ein paar ausrangierte Teile, in denen sich jemand gerne mal ein Ei braten kann, falls ich 14 Tage verreist bin.

Top Platz 1

Die Messer. Ich habe 4. Ein WMF Brotmesser, ein Zwilling Allzweckmesser, ein großes Messer von Wüsthoff und meinen Porsche: Das Croma 301. Ein altes Ding habe ich behalten, damit der Herr des Hauses damit in der alten Pfanne rumkratzen kann, wenn er möchte – und ich weit weg bin.

Fazit Der Slogan irgendeiner Kosmetikfirma lautet: „Weil ich es mir wert bin“ und den würde ich gerne auf Küchenhelfer übertragen. Entsorgt billige Pfannen vom Kaffeeanbieter und stumpfe Messer aus dem Möbelhaus. Kauft Euch vernünftiges Equipment. Genauso wichtige wie tolle regionale Zutaten sind die Werkzeuge, um damit zu arbeiten. Es macht einfach hundert Mal mehr Spaß!

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