Tomaten

Fluch und Segen des eigenen Gartens

tomatentitel

Zwei Wochen vergehen schell und heute war mein letzter Tag bei Kamerunschafen, Hühnern, Gänsen, Puten und dem Gemüsegarten. Also schnell nochmal frische Eier eingesammelt, Gurken, Tomaten und Zucchini gepflückt. Aus dem eigenen Garten und dem der Eltern kamen noch Tomaten und Gurken dazu und damit sind wir beim Thema: Wohin mit der reichen Ernte?

Während einer kurzen Zeit wird alles gleichzeitig reif und man kann aus dem Vollen schöpfen, muss sich aber auch Gedanken um die sinnvolle Weiterverarbeitung machen. Schließlich will man auch in kargen Gartenzeiten auf Vorräte zurückgreifen können. Beginnen wir heute mit den Tomaten.

Tomatensuppe

Als erstes steht eine Tomatensuppe auf dem Programm. Die habe ich früher nur selten aus echten Tomaten gemacht, weil die aus dem Supermarkt oft „net nach ihm und net nach ihr“ schmecken. Eigenes Gemüse, reif geerntet, darf sich aber heute in der Suppe entfalten. Dazu zunächst Zwiebeln und Karotten in Öl glasig dünsten, Tomatenstücke und etwas selbstgemachte Brühe hinzugeben und mit Pfeffer, Salz und etwas Zucker würzen. Das Ganze lasse ich mit Thymianzweigen zusammen einköcheln, entnehme die Kräuter später wieder und püriere alles durch. Suppen durch ein Sieb zu streichen, ist mir persönlich immer zu viel Aufwand… Dann kommt noch etwas Basilikum dazu, ein wenig Butter und ein Kleks Sahne, das war’s schon.

Mein Pfirsichbaum trägt tatsächlich auch dieses Jahr wieder ein paar wenige Früchte und die kommen einem Chutney gut zur Geltung. Hier bilden sie einen schönen Kontrast zur Tomate. Damit das Ganze nicht zu süß wird, halte ich mit Chili und Pfeffer dagegen. Es ist einfach gemacht: Alles würfeln und wie eine Marmelade lange auf kleiner Flamme köcheln lassen, einige Stücke erst zum Schluss hereingeben, damit es keine zu einheitliche Masse wird.

Huch, meine ersten „Rezepte“. Naja, ist ja ein Foodblog und wenn ich mal wirkliche Tipps und Tricks habe, schreibe ich vielleicht ein richtig ordentliches Rezept.

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Tomaten sind tolle Anfängerpflanzen und auch auf kleinem Raum zu züchten. Meiner Erfahrung nach ist es sogar besser, sie in Töpfe statt in den Boden zu pflanzen, da sie öfters von Braunfäule befallen werden. Im Garten hat man diese Krankheit dann sofort auf allen Tomaten, hat man sie hingegen in Töpfen, kann man die anderen einfach abrücken und so retten. Außerdem mögen die Pflanzen kein Wasser von oben und wenn man sich den Garten nicht durch ein grünes Plastiktomatenhaus zu verschandeln möchte, sind schicke Tontöpfe eindeutig die bessere Wahl. Die kann man schnell mal irgendwo unterstellen.

tomate1

In meinem ersten Gartenjahr habe ich die Pflänzchen noch selbst gezogen, mehrfach pikiert und umgesetzt. Es ist zwar ein tolles Gefühl, wenn so etwas gelingt, aber man blockiert sich wochenlang das Fensterbrett. Also kaufe ich heute einfach kleine Setzlinge im Gartencenter 😉

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