Zu Beginn im Chaos

nudelpfanneNudeln, Tomate, Zwiebel, Basilikum

Das habe ich ja mal wieder sonnig am Reißbrett geplant… Also einfach beschlossen – und nicht wirklich organisiert. Da sich ein 9-stündiger Arbeitstag plus Vaters Geburtstag abends (ohne Essen…) nicht mit romantischen Hoflädenbesuchen im Ort vereinbaren lässt, bleibt mir zu Beginn also nur der nackte, echte Alltag: Ein Besuch im Supermarkt in der Mittagspause mit wenig Zeit.

Wetterauer Kartoffeln und Speck gibt es glücklicherweise noch vom Wochenende, Wachteleier habe ich selbst und Tomaten und Salat aus dem elterlichen Garten auch bereits gestern gebunkert. Uff. Das reicht für eine Bauernpfanne mit Salat. Oder die restlichen Nudeln mit einer Tomatensauce. Mein Blick streift zärtlich die bekannte Colaflasche – aber ich greife tapfer zum Apfelsaft und Apfelwein aus der Wetterau und prüfe später, ob das ebenfalls geraffte Wasser aus Bad Vilbel wirklich aus Bad Vilbel stammt.

Mit Frühstück und Mittagsessen habe ich zum Glück wenig Stress, weil ich das nicht kenne und selten probiere. Dass das nicht gesund sein kann, ist mir schon klar und vielleicht bekomme ich das im Laufe der Zeit hin: Mehrere kleine und ausgewogene Mahlzeiten am Tag.

Marmeladen könnte ich auf die Schnelle machen in den nächsten Tagen. Brombeeren und Johannisbeeren habe ich im Garten. Da muss ich nur mal wieder ignorieren, dass der Gelierzucker sicher nicht von hier ist. Mal sehen, da denke ich morgen drüber nach. Ach, Joghurt könnte man auch selbst machen. Haben meine Eltern nicht so eine alte Maschine rumstehen? (Na, die werden sich auch wundern die Tage, wie oft ich so zufällig vorbeikomme und sabbernd in ihrem Garten stehe…) Braucht man nur einen Anfangspilz für. Für die Yoghurtproduktion meine ich.

Was mir weniger gefällt ist, dass ich auch meine geliebten Wachteln heute bereits leicht sabbernd betrachtet und die festen Oberschenkel meines Hundes mit leicht irrem Blick betastet habe. Ich vermute, bald sollte ich wieder Fleisch aufm Teller haben, bevor es Verletzte gibt. Gerne auch in Form von 500 kg Rheinischen Sauerbratens…

Was für mich ok ist und was nicht, muss ich rausfinden. Aber Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut und alles ist besser als Fertignahrung und Gewächshauszeug vom anderen Ende der Welt. Ich muss es langsam angehen lassen.

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6 Antworten zu Zu Beginn im Chaos

  1. Juliane schreibt:

    Hey Tina, Marmelade geht auch ohne Gelierzucker! Nachgelesen in einem Kochbuch von 1944.Nicht zu reife Früchte enthalten genug Pektine,die für die Eindickung ausreichen.Ansonsten mit ansich pektinhaltigem Obst (rote Johannibeeren) mischen.

  2. Esther Hauser schreibt:

    Offensichtlich gab es nun gestern ja doch Nudeln mit Tomatensosse. Die Nudeln hast du ja anscheinend im Hofladen kaufen können, wie bist du jetzt aber zur Tomatensosse bzw. deren Zutaten gekommen?

  3. claudiaclaussen schreibt:

    Hej Tina.

    Ich finde deinen Selbstversuch wirklich bewundernswert. Ich stelle es mir besonders in Bezug auf die Gewürze und Zutaten (wie z.B. Gelierzucker) wirklich schwierig bzw. zeitaufwendig vor. Bin gespannt, wie es weitergeht…

    Sonnige Grüße, Claudia

    • tinatara schreibt:

      Deswegen lasse ich es ja auch langsamen angehen und probiere nacheinander aus, was realisierbar ist und was nicht. Ohne gewissen Gewürze mag ich auch nicht kochen, selbst wenn Kräuter viel ausgleichen können. Und wie das im Winter werden soll, ist mir auch noch nicht klar.

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