Anpfiff

schattenEs ist Samstag, ich habe Zeit, mein normales Einkaufsbudget und will nun regional einkaufen. Zwei Stunden, vier Hofläden und zwei Gärten später bin ich 60 Euro los (da wäre natürlich sehr viel mehr möglich gewesen…) und betrachte meine wirr zusammengestellten Produkte. Von einem Samstagseinkauf an Lebensmitteln im Supermarkt kann ich sonst die Woche gut leben, heute bin ich mir nicht sicher, ob ich das Wochenende überstehe.

Was an dem bisschen Zeug so teuer ist? Tja, hoffentlich die Produktion. Milch, Butter und 160 gr Käse = 8,14 Euro. Das Schweinefilet 8,25 Euro. Dafür hätte ich aber auch ein Foto der Kühe und Schweine haben können und habe vor Ort gesehen, wie sie leben. Was den Tieren beispielsweise gefüttert wird, werde ich später in aller Ruhe noch in Erfahrung bringen, wenn ich jeden der Höfe und Hofläden einzeln besuche, Interviews führe und sie komplett vorstelle.

Immerhin konnte ich die Brombeeren, Küchenkräuter und Wachteleier selbst beisteuern. Salat, Tomaten und Zwetschgen sind aus dem Garten meiner Eltern. Das war für mich alles gratis. In den Hofläden hätte man dafür auch noch ein paar Euro lassen müssen – wobei dort keine Wachteleier zu bekommen waren!

Heute Abend gibt es das Schweinfilet mit Käse (vom Dottenfelder Hof), Zwetschgensauce (aus dem Garten) und Nudeln (vom Margarethenhof).

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2 Antworten zu Anpfiff

  1. Niggy schreibt:

    Sehr guter Ansatz. Ich denke, das ist sinnvoller als mit Gewalt Vegetarier oder gar Veganer zu werden, um die Welt zu retten. Schade nur, dass sich das der Durchschnittsbürger nicht wird leisten können. Das Problem ist nicht, dass das Unrechtsbewusstsein nicht in den Köpfen der Menschen angekommen ist, sondern, dass man sich diese Menschlichkeit einfach nicht finanziell leisten kann.

    TOP, weiter so!!!

    • tinatara schreibt:

      Bei Fleisch sind die Kosten deutlich höher, es schmeckt aber auch besser. Und die konventionelle Tierhaltung darf man wirklich nicht unterstützen. Gemüse kann sich jeder leisten und ich weiß nicht, warum beispielsweise meine Zwiebel aus Spanien kommen muss. Beim regionalen Einkaufen hilft man den Bauern hier im Ort und macht bei diesem Transportwahnsinn nicht mit. Komplett wird das nicht funktionieren und ich will und werde ja auch weiterhin Restaurants besuchen, aber ich bin immer dafür, es wenigstens oder teilweise umzustellen.

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